Hochwasserschutz Baar-Ebenhausen
Die Paar fließt durch Baar-Ebenhausen hindurch. Teilweise ist die Bebauung unmittelbar neben dem Fluss.
Bei größeren Hochwasserereignissen besteht immer wieder die Gefahr von Überflutung bebauter Bereiche des Ortes. Je nach Hochwasserlage sind davon verschiedene Bereiche des Ortes betroffen. Neben Wohnbebauung besteht auch ein erhebliches Überflutungsrisiko für öffentliche Einrichtungen, das Altenheim und Sportanlagen.
Aktuelles
Hochwasserschutz entlang der Becker- und Uferstraße: Seit Frühjahr 2024 laufen die Bauarbeiten für diesen Abschnitt. Die Arbeiten sollen bis Sommer 2026 abgeschlossen sein.
Hochwasserschutz Bereich Stockauer Anger: Seit Herbst 2025 laufen die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz zwischen Reiterstraße und Hochweg. Voraussichtliches Bauende ist im Sommer 2026.
Bisherige Hochwasserereignisse
- Hochwasser 1994: Im April 1994 kam es aufgrund von Schneeschmelze und Starkregen zu einem größeren Hochwasser an Ilm (HQ10) und Paar (HQ50)
- Hochwasser 2013: Im Juni 2013 kam es aufgrund von Dauerregen zu einem großen Hochwasserereignis in weiten Teilen Bayerns. Neben der Donau (HQ20) waren auch die Ilm (HQ100) und die Paar (HQ50) davon betroffen. Teile von Moos und die Zufahrtsstraßen standen unter Wasser
- Hochwasser 2024: Im Juni 2013 kam es aufgrund von Dauerregen zu einem großen Hochwasserereignis in weiten Teilen Bayerns. Neben der Donau (HQ20) waren auch die Ilm (HQ100) und die Paar (HQ50) davon betroffen. Teile von Moos und die Zufahrtsstraßen waren betroffen
Hochwasser Juni 2024
Hochwasserschutzmaßnahmen
Mit den Planungen zum Hochwasserschutz für Baar-Ebenhausen wurde in den 90ger Jahren des letzten Jahrhunderts begonnen. 2005 konnte die Entwurfsplanung fertiggestellt werden. Das anschließende Planfeststellungsverfahren wurde am Landratsamt Pfaffenhofen durchgeführt und 2010 abgeschlossen.
Der Hochwasserschutz besteht aus den Abschnitten Hochwasserschutz Baar-Ebenhausen und Ebenhausen-Werk.
Seit 2014 erfolgt die Umsetzung der geplanten Maßnahmen im Bereich Baar-Ebenhausen. Der Hochwasserschutz besteht aus Deichen, Hochwasserschutzmauern, Pumpwerken und einer Flutmulde. Außerdem ist östlich der Paar eine Fläche zum Retentionsraumausgleich vorgesehen.
Die Abschnitte zwischen Brücke Stockaustraße und Äußerem Ring mit Deichen, Mauern und Binnenentwässerung inklusive Pumpwerke konnten in den letzten Jahren umgesetzt werden.

Hochwasserschutzmauer in der Bauphase
Hochwasserschutzmauer am Nepumukplatz
Derzeit erfolgen die Bauarbeiten zwischen dem Bahndamm der ICE-Trasse und der Brücke Stockaustraße. Dieser Bereich soll bis ca. 2030 umgesetzt werden. Anschließend ist die Realisierung des geplanten Retentionsraums vorgesehen.
Für den Abschnitt Ebenhausen-Werk laufen ergänzende hydraulische Untersuchungen als Grundlage für die weiteren Planungen. Diese sollen 2026 abgeschlossen werden.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 22 Mio. € und werden durch den Freistaat Bayern, die Gemeinde Baar-Ebenhausen und die Bundesrepublik Deutschland finanziert.
U. a. den Betrieb und die Unterhaltung der Hochwasserschutzanlagen hat die Gemeinde Baar-Ebenhausen übernommen.
