Umweltbildungszentrum "Haus im Moos"
Das Wisentprojekt im Donaumoos
Grünlandmehrung – Weidelandschaft – Tourismusförderung
Das Entwicklungskonzept Donaumoos 2000-2030 enthält die Leitlinien für die nächsten 30 Jahre Niedermoorentwicklung. Demnach sollen sich die Grünlandflächen stark ausweiten. Neben der Wiesennutzung, dem Bau von Wasserrückhalteräumen und dem Ankauf von künftigen Moorwachstumsflächen soll insbesondere eine Beweidung der Flächen durch verschiedene Weidetiere erfolgen. Murnau-Werdenfelser-Rinder und Moorschnucken gibt es im Umfeld der Bildungsstätte seit vielen Jahren. Neue Viehherden wurden in der angrenzenden Nachbarschaft aufgebaut.
Die Wisentherde am HAUS im MOOS wird seit dem Jahr 2003 weiter ausgebaut und ist mittlerweile die größte im Freistaat Bayern. Weitere Informationen sind auf den Seiten des Donaumoos-Zweckverbandes (Projektträger) zu erhalten. Die Begleitforschung innerhalb dieses "Wisentprojekt Donaumoos" beleuchtet die Auswirkungen der Beweidung mit Wisenten auf Niedermoorstandorten. Durch die besondere Attraktivität dieser Wildtierart sollen neue Einnahmemöglichkeiten im Tourismus erschlossen werden.
Wissenschaftliche Begleitung
In begleitenden wissenschaftlichen Untersuchungen soll geklärt werden, wie gut der Wisent zur extensiven Beweidung auf dem Niedermoorstandort Donaumoos geeignet ist. Neben haltungstechnischen und tiergesundheitlichen Fragestellungen werden auch die Auswirkungen auf den Boden, die Vegetation sowie ausgewählte Tiergruppen untersucht. Projektbegleitende Informations- und Bildungsveranstaltungen halten die Bevölkerung auf dem neusten Stand, dienen aber auch dem Wissensaustausch auf Expertenebene.
