Wasserwirtschaftsamt
Ingolstadt

Die Renaturierung der Sulz in der Stadt Beilngries

Sulzrenaturierung

Sulzrenaturierung:

Die Sulz entspringt südwestlich von Neumarkt und mündet bei Beilngries in die Altmühl. Nördlich von Beilngries fließt sie zeitweise im Main-Donau-Kanal. Noch vor 100 Jahren war der Nutzen der Sulz auch immer mit der Sorge vor wiederkehrendem Hochwasser verbunden. Aus diesem Grund wurde die Sulz ab 1929 im Stadtbereich Beilngries in ein tiefes, technisches und kanalartiges Gerinne gelegt. Die Hochwassergefahr war damit zwar gebannt, der Fluss jedoch hatte seinen natürlichen Charakter vollständig verloren. Der Zugang zum Gewässer war fortan kaum mehr möglich, und so wurde die Sulz in der Stadt nicht mehr als natürlicher Flusslauf wahrgenommen.

Die Sulz vor der Renaturierung + Die Sulz vor der Renaturierung

Mit dem Bau des Main-Donau-Kanals eröffnete sich die Möglichkeit, die Sulz wieder aus ihrem tiefen und engen Bett zu befreien und in einen naturnahen Zustand zu versetzen. Der Main-Donau-Kanal dient künftig als Ableitung für das Hochwasser der Sulz. Ende der 90er Jahre hatte der Bezirk Oberbayern, als Träger der Ausbau- und Unterhaltungslast den Auftrag für die Umgestaltung der Sulz gegeben. Dabei sollte sowohl die Gewässer-ökologie, die Funktion als Lebensraum für Pflanzen und Tiere als auch die Sozialfunktion des Flusses in der Stadt berücksichtigt werden. Mit der Projektumsetzung wurde das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt betraut. Die Renaturierung der Sulz erstreckt sich über 2,5 km von der Sulzausleitung aus dem Main-Donau-Kanal bis zur Einmündung in die Altmühl südöstlich von Beilngries.