Bürgerforum
Hier finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen.
Sollte Ihre Frage noch nicht mit dabei sein, so fragen Sie uns!
Weitere Informationen finden Sie auch auf den Projektseiten zum Flutpolder Katzau.
Frage: (v. 18.01.05)
Die Landwirte können Erzeugnisse aus den Poldern nicht mehr verkaufen. Wie wollen Sie deren Existenz sichern, da Sie im Internet den Grundsatz stehen haben, kein Landwirt darf einen Nachteil erleiden. Es ist mir ein Rätsel.
Antwort:
Unser Grundsatz, dass kein Landwirt Nachteile erleiden soll, hat uneingeschränkt Gültigkeit. Hierzu hat der Landwirt prinzipiell drei Möglichkeiten:
- Verkauf der Fläche zum amtlichen Schätzpreis
- Tausch mit Flächen außerhalb des Flutpolders
- Entschädigung
Bei den ersten zwei Punkten sollten keine Nachteile für den Landwirt auftreten, sofern neues Land für ihn gefunden werden kann. Das Thema Entschädigung ist da etwas komplexer. Um die Frage, was ist gerechte Entschädigung, diskutieren BBV und Umweltministerium schon seit geraumer Zeit. Vor allem das Thema Vertragsanbau ist nicht leicht. Deshalb haben wir auch vor über einem Jahr eine kleine Auswahl von potentiellen Abnehmern angeschrieben und um ihre Meinung gebeten.
In vier Kategorien zusammengefasst ergibt sich folgendes Bild:
13% haben keine Bedenken geäußert, 49% würde die Ware nach einer Flutung vor Abnahme einer intensiven Kontrolle unterziehen, für 25% kommt eine Verwertung aus Flutpoldern auch ohne Flutung nicht in Frage, und 13% haben keine Stellungnahme abgegeben, da sie nicht aus dem Gebiet kontrahieren. Hieraus wird klar, dass nicht generell davon ausgegangen werden kann, dass ein Flutpolder den Vertragsanbau unmöglich macht. Ebenso wird hieraus aber auch deutlich, dass diese Frage durchaus ein Thema bleiben wird, das zwischen den Landwirten und dem Vorhabensträger geklärt werden muss.
Hierbei kann es sich auch um Einzelfallbetrachtungen handeln.
Frage: (v. 12.05.04)
Was ist, wenn jemand im Polder Katzau sein Grundstück verkaufen möchte?
Antwort:
Flächen innerhalb des Polders werden vom Freistaat erworben, wenn der Eigentümer dies wünscht. Der Preis wird durch einen vereidigten Sachverständigen geschätzt.
Das gleiche gilt auch für Flächen, die in unmittelbarer Nähe des Polders liegen. Diese werden dann als Tauschflächen zur Verfügung gestellt.
Frage: (v. 27.06.03)
Warum sieht man hier keine Deichrückverlegung vor? So könnte auf natürliche Weise viel Wasser zurückgehalten werden, und die Natur könnte auch davon profitieren.
Antwort:
Eine Deichrückverlegung ist für die Vernetzung Gewässer-Aue sicher die bessere Möglichkeit. Leider ist die Wirkung für den Hochwasserschutz wesentlich geringer. Man benötigt also mehr Fläche, die an der Donau aber nicht mehr zur Verfügung steht.
Frage: (v. 07.05.03)
Werden die Flutpolderflächen vom Freistaat erworben?
Antwort:
Nur die Flächen der technischen Bauwerke werden vom Freistaat erworben. Die weiteren Flächen bleiben im Eigentum der bisherigen Eigentümer. Die Nutzung wird nicht eingeschränkt.
Frage: (v. 07.05.03)
Wie oft wird so ein Flutpolder geflutet?
Antwort:
Gesteuerte Flutpolder sollen nur die Hochwasserspitze kappen. D.h., dass erst sehr spät das Wehr geöffnet werden wird. Man kann statistisch gesehen mit einer Flutung in 20 Jahren rechnen.
Frage: (v. 07.05.03)
Kann man auf die Flutpolder an der Donau verzichten, wenn der Forggensee besser bewirtschaftet wird?
Antwort:
Der Forggensee wurde nicht als Hochwasserrückhalteraum geplant. Daher ist trotz der verbesserten Steuerstragie die Auswirkung auf Hochwasser in der Donau nicht zu überschätzen. Ein einfaches Zahlenspiel macht deutlich, dass der Forggensee die gewünschte Entlastung für die Donau auch gar nicht bringen könnte: Das Einzugsgebiet des Forggensees beträgt ca. 1580 km², das der Donau am Pegel Ingolstadt ca. 20.000 km², das ist ungefähr das 12-fache!
Frage: (v. 07.05.03)
Wann wird der Flutpolder Katzau gebaut werden?
Antwort:
Das kann heute noch keiner sagen. Erstens sind die Planungen sehr umfangreich, zweitens sind mehrere Rechtsverfahren notwendig. Dennoch sind wir bemüht, die Planungen voranzutreiben.


