Hochwasserschutz an der Ilm
Die Ilm im Landkreis Pfaffenhofen
Die Ilm ist ein regional bedeutsames Fließgewässer im Donau-Isar-Hügelland. Sie entspringt im nördlichen Landkreis Dachau und mündet nahe Neustadt an der Donau in die Abens. Ihre größten Seitenzuflüsse sind der Gerolsbach und die Wolnzach.
Südlich von Vohburg zweigt am Teilungswehr Hartacker die Kleine Donau ab. Hochwässer aus dem Ilm-Einzugsgebiet werden entsprechend den natürlichen Gefälleverhältnissen über die Kleine Donau abgeführt. Das Einzugsgebiet der Ilm umfasst eine Fläche von 577 km².
Extreme Niederschläge, zum Teil verbunden mit Schneeschmelze und gefrorenen Böden, haben immer wieder zu großen Hochwässern geführt, zuletzt am 13./14. April 1994.

Wie beinahe alle Fließgewässer unserer Kulturlandschaft hat der Mensch in der Vergangenheit die natürliche Gestalt der Ilm verändert. Um die Wasserkraft zu nutzen und landwirtschaftliche Produktionsflächen zu gewinnen, wurde die Ilm vor allem im Mittel- und Unterlauf aufgestaut, ihr Lauf verlegt und begradigt, ihre Ufer versteint.
Das Einzugsgebiet der Ilm liegt im überwiegend ackerbaulich und speziell mit Hopfenanbau genutzten Tertiärhügelland. Aufgrund des geringen Bewuchsspeichers wird das Oberflächenwasser vor allem nach Starkregenfällen beschleunigt über kleine Seitenbäche der Ilm zugeführt. Dabei kommt es regelmäßig auch zu erheblichen Erosionserscheinungen.

