Ausgangssituation

Regulierungsplan von 1923 - Ausschnitt vom Projektgebiet

Schaufelkettenbagger mit Wasserdampfantrieb - Ausbau 1928 im Bereich Pfünz
Die Altmühl ist von Natur aus ein mäandrierender und langsam fließender Fluss. Die hohen Grundwasserstände und häufigen Überschwemmungen ließen vor der Altmühlregulierung nur eine sehr extensive Weiden-, Streu- und Nasswiesennutzung in der Aue zu. Bereits im Mittelalter gab es Klagen über die zunehmende Versumpfung der Altmühlwiesen.
In den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde dann zwischen Pappenheim und Dietfurt die Altmühl begradigt und ausgebaut. Ziel der Altmühlregulierung war die Absenkung der Wasserstände im Fluss und in der Aue zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen. Ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung für die Maßnahme war auch die Bekämpfung der damals hohen Arbeitslosigkeit. Neben dem Durchstich und der Verfüllung von Altmühlschleifen wurden in der Aue Geländemulden eingeebnet, Entwässerungsgräben angelegt und einige Stau-und Triebwerksanlagen beseitigt bzw. umgebaut.
Im Projektgebiet im Bereich der Sperberslohe in Wasserzell wurde ein etwa 1 km langer Flussmäander künstlich abgetrennt und im mittleren Abschnitt verfüllt. Bis heute erhalten geblieben sind zwei an die Altmühl angebundene Altarme. Die Auenflächen zwischen den zwei Altgewässern wurden zunehmend intensiver genutzt. Die damals verbreiteten Feuchtwiesen sind sukzessive in Intensivgrünland und Ackerflächen umgewandelt worden.

