Wasserwirtschaftsamt
Ingolstadt

Niederschlag

Die zentrale hydrometeorologische Größe ist der Niederschlag, der in seinen unterschiedlichen Aggregatformen (flüssig, fest, flüssig - fest) maßgeblich das Wettergeschehen und den Wasserhaushalt beeinflusst. Dabei erfordert die kleinräumige und hohe zeitliche Variabilität des Niederschlags ein repräsentatives Messstellennetz mit hochauflösenden Sensoren.

Mit Hilfe einer online - Abrufanbindung der Stationen können die erfassten Niederschlagsdaten zeitnah bereit gestellt werden und bilden zusammen mit den Niederschlagsvorhersagen eine wichtige Grundlage für die Abflussermittlung (Hochwassernachrichtendienst). Auch für weitere Aufgabenstellungen (Wasserhaushaltsberechnungen, hydrologische Planungen, Speichersteuerung, Klimabetrachtungen, etc.) spielt der Niederschlag eine wichtige Rolle.

Niederschlagsmessnetz

Im Jahr 1999 wurde eine Kooperationsvereinbarung mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Hydrometeorologie und zum Aufbau eines gemeinsamen Niederschlagsmessnetzes geschlossen. In den Folgejahren wurden die automatisierten Niederschlagsmessstellen mit einheitlichem Gerätestandard (Messnetz 2000) errichtet, das Aufbauziel ist weitgehend erreicht und die Messdaten werden im operationellen Betrieb abgerufen (Stundentaktung bei Hochwassergefahr).

Derzeit verfügbare hochauflösende Niederschlagsmessstationen in Bayern:

Niederschlagsmessstationen in Bayern
Bezeichnung Anzahl der Niederschlagsstationen
Messnetz 2000,
Betreiber: Deutscher Wetterdienst (DWD)
152
Messnetz 2000,
Betreiber: Bayerische Wasserwirtschaft
106
Weitere DWD-Stationen
32
Weitere Stationen der Bayerischen Wasserwirtschaft und vom Lawinenwarndienst
28
Fremdmessnetze
62
Gesamt
380

Daneben stehen weitere hochaufgelöste Niederschlagsdaten aus dem Nahbereich der benachbarten Länder und die Registrierungen von ca. 300 bayerischen Tagesniederschlagsstationen des DWD zur Verfügung.

Ab dem Winter 2005/2006 werden an fast allen Messnetz 2000 - Messstellen der Bayerischen Wasserwirtschaft auch manuelle Schneemessungen (u.a. Gesamtschneehöhe und Wasseräquivalent) vorgenommen, um Taufluten besser quantifizieren zu können. Dabei messen die Stationsbeobachter (ggf. täglich) die geforderten Schneeparameter und übergeben die Werte an den Stationsrechner.

Weiterführende Informationen

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